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Streit@Work diskutiert Potenziale von KI und Robotik

Gleich zum Auftakt sorgten humanoide Serviceroboter, die Getränke ausgaben, für anschauliche Eindrücke des Fortschritts. Hauptredner war Dr. Alexander Blass, Vice President Strategy bei Neura Robotics in Metzingen. Er skizzierte die Entwicklung sogenannter kognitiver Robotik, die es Maschinen ermöglicht, mit Menschen zu interagieren, zu lernen und sich flexibel an Situationen anzupassen. Angesichts eines prognostizierten Fachkräftemangels von sieben Millionen Arbeitskräften bis 2030 in Europa, so Blass, könnten Roboter eine wichtige Rolle in Industrie und Handwerk übernehmen. Auch im Alltag seien Einsatzfelder absehbar – von der Zahnarztpraxis bis zum Haushalt. Neura Robotics plant, bis 2030 fünf Millionen Roboter auf den Markt zu bringen. Im internationalen Vergleich verweist Blass auf China, wo bis dahin rund 40 Millionen Einheiten angestrebt werden.

Roboter unterstützten die Logistikprozesse

Dass dies die nahe Zukunft sein wird, erklärte auch Gastgeber und Streit-Geschäftsführer Marc Fuchs: „Laut ChatGPT könnte die Transformation Richtung KI 2035 abgeschlossen sein, wobei wir sicher alle ein Teil dieses technologischen Veränderungsprozesses werden. Und darauf freue ich mich“. Fuchs weiß, wovon er redet, und betonte den praktischen Nutzen von Robotik im eigenen Unternehmen. Bereits 30 Roboter unterstützten die Logistikprozesse bei Streit, wobei die Belegschaft frühzeitig einbezogen wurde. „Unsere Roboter helfen den Menschen bei der Logistik unseres Büromaterial-Portfolios“, erklärte Fuchs und stellte klar, dass Smart-Office-Lösungen auch für Kunden künftig an Bedeutung gewinnen werden.

Gestaltung aktiv mitbestimmen

Eine weitere Perspektive brachte Prof. Markus Langer, Leiter des Lehrstuhls für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Freiburg, ein. Er sprach über die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von KI. Bereits vier Prozent der Menschen würden KI als Berater oder sogar als Freund nutzen – mit steigender Tendenz. Langer plädierte dafür, nicht in Konkurrenz zur Technologie zu treten, sondern deren Gestaltung aktiv mitzubestimmen. Als Psychologe gab Langer den Streit-Gästen auch Empfehlungen mit auf den Weg: „Die Effizienz der KI sollte dennoch nicht über die Prinzipien guter Arbeit gestellt werden, sie ist kein Ersatz für menschliche Beziehungen und man darf nicht meinen, man könne sein Denken an die Maschine abgeben“.

Dass die Themenwahl den Nerv traf, zeigte das rege Interesse der Teilnehmenden: Laut Marc Fuchs verzeichnete die Veranstaltung einen Besucherrekord, und viele Gäste nutzten die Gelegenheit zum Austausch im Anschluss an die Vorträge.

www.streit.de

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