Die Abschwächung ist real noch deutlicher, da die Daten saison- und kalenderbereinigt sind, die Preisentwicklung aber nicht eingerechnet wurde. Insbesondere das Gastgewerbe und Kleinstunternehmen kämpfen mit deutlichen Umsatzrückgängen. Für Prof. Dr. Robert Mayr, CEO von Datev, machen diese Daten deutlich, wie dringend weitere Maßnahmen zur kurzfristigen Stärkung des Mittelstands benötigt werden: „Die bisherigen Stabilisierungshilfen sind unzureichend. Wir brauchen dringend eine klare Vision für unsere mittelständische Wirtschaft. Ein entschlossenes Reformsignal der Politik ist jetzt wichtiger denn je, um die Basis unseres Wirtschaftsstandortes zukunftsfest zu machen.“
Im Vergleich zum Vormonat steigt der Datev-Mittelstandsindex Umsatz saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent auf 91,2 Punkte (2022=100). Der Dienstleistungssektor zeigt ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. Alle anderen Branchen liegen im Minus. Besonders deutlich ist dies im Gastgewerbe mit einem Minus von 5,5 Prozent. Aber auch im Bauhauptgewerbe (minus 1,4 Prozent) und im Handel (minus 1,3 Prozent) sank der Umsatz. Diese Entwicklung gilt vor allem für Kleinstunternehmen. Hier ging der Umsatz um ganze 5,0 Prozent zurück. Dafür ist für den Oktober bei den kleinen und mittelgroßen Unternehmen ein Plus von 0,7 bzw. 0,8 Prozent zu sehen.
Der Datev-Mittelstandsindex Lohn kletterte im November um 3,8 Prozent auf 116,7 Punkte im Vorjahresvergleich saison- und kalenderbereinigt. Ein deutlicher Anstieg ist in allen Branchen, Unternehmensgrößen und Bundesländern zu sehen. In der Tendenz sinken die Zuwachsraten langsamer, sind aber weiterhin höher als der Anstieg der Verbraucherpreise.
Der Beschäftigungsindex ist im November um 0,7 Prozent auf 101,0 Punkte gesunken. Der Rückgang ist im Vergleich zum Vorjahr saison- und kalenderbereinigt in allen Branchen und Unternehmensgrößen zu beobachten. Lediglich bei den mittleren Unternehmen stieg die Beschäftigung um zwei Prozent und damit mit einem geringeren Wachstum als in den vergangenen Monaten.
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