Die Akquisition von Lexmark durch Xerox markiert einen wichtigen Meilenstein, auch hinsichtlich der gemeinsamen Nachhaltigkeitsausrichtung. Lexmarks Rolle bei der bewussten Produktentwicklung, Kreislaufwirtschaftsmodellen und CO₂-Neutralitätszielen ergänzt die entsprechende Vision von Xerox. Zusammen will das neu kombinierte Unternehmen seine Kapazitäten erweitern, den CO₂-Fußabdruck senkende Lösungen über den gesamten Druck-Lebenszyklus hinweg zu implementieren.
Die Strategie stützt sich dabei auf drei Pfeiler: nachhaltiges Design, effiziente Nutzung und verantwortungsvolle Wiederaufbereitung. Besonders betont Lang dabei die Materialwahl: „Dank eines robusten Stahlrahmens und unseres ‚Intentional-Engineering‘-Ansatzes sind unsere Geräte auf Langlebigkeit ausgelegt.“ Während die durchschnittliche Lebensdauer von Druckern in der Branche bei rund fünf Jahren liege, plane Lexmark standardmäßig mit sieben Jahren und mehr.
Das „Intentional Engineering“ umfasst unter anderem Belastungstests, die im Labor stattfinden. In der intern auch „Folterkammer“ genannten Einrichtung, beschreibt Lang, würden die Systeme bereits bei der Entwicklung extremen Bedingungen ausgesetzt, um später auch in Umgebungen wie Kühlhäusern oder in der Nähe von Hochöfen zuverlässig zu funktionieren. „Im Umkehrschluss bedeutet das für unsere Kunden, dass sich die Investition in einen Lexmark-Drucker wirklich lohnt und amortisiert“, argumentiert er. „Im Idealfall ist er mehr als ein Jahrzehnt ihr treuer Begleiter, der wenig Wartung und Reparatur benötigt. Er tut, was ein Drucker tun sollte: Geräuschlos im Hintergrund die Arbeit erledigen. Und wenn er auch noch mit möglichst wenig CO₂-Fußabdruck daherkommt – umso besser.“
Ein sichtbarer Teil dieser Strategie sind die Sammelprogramme für gebrauchte Geräte (LECP) und leere Kartuschen (LCCP). Die LCCP-Kartons sind in vielen Unternehmen im Einsatz – häufig als unscheinbare Pappboxen im Büroflur, die aber einen substanziellen Beitrag leisten: Darin eingesammelte Materialien gehen ins polnische Żary, wo Lexmark ein Circularity Hub betreibt.
Um das Thema Kreislaufwirtschaft zu stärken, beteiligt sich Lexmark darüber hinaus auch an diversen Forschungsprojekten: „Wir sind exklusiver Druckerpartner von drei EU-Projekten, die sich der Kreislaufwirtschaft widmen“, erklärt der Lexmark-Geschäftsführer. Dazu zählt das bereits abgeschlossene „C-SERVEES“-Projekt, das mit Blockchain-Technologie neue zirkuläre Modelle entwickelt hat, ebenso wie die aktuellen Initiativen „CE-RISE“ und „DiCiM“.
Letzteres setzt auf integrierte digitale Lösungen, um Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft schneller voranzubringen – etwa durch die Rückverfolgbarkeit von Komponenten und Materialien oder die Überwachung von Verbrauch und Verschleiß mithilfe IoT-gestützter Drucker und KI. „CE-RISE“ wiederum treibt die Entwicklung des Digitalen Produktpasses voran, „einem strukturierten Datensatz, der Informationen über ein Produkt über dessen gesamten Lebenszyklus hinweg bündelt“, erläutert Lang.
Lexmark gehöre bei diesen Projekten zu dem einen Prozent der ausgewählten Partner – insbesondere dank seiner Erfahrung in Wiederaufbereitung und Know-how in IoT, KI und Big Data. „Zum einen bauen diese EU-Projekte auf Lexmarks Erfahrungsschatz auf. Zum anderen gewinnen wir dadurch wichtige Erkenntnisse, die wir in unsere eigenen Nachhaltigkeitsinitiativen einfließen lassen können – eine Win-Win-Situation.“
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