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Grenke kann nach Rückgang Gewinn im zweiten Quartal steigern

Die Schadenquote sank von 1,9 Prozent im ersten Quartal auf 1,7 Prozent im zweiten Quartal, was einem Durchschnitt von 1,7 Prozent im ersten Halbjahr entspricht (Q1-Q2 2024: 1,1 Prozent). Die CostIncomeRatio (CIR) verbesserte sich im selben Zeitraum auf 56,4 Prozent (Q1-Q2 2024: 57,1 Prozent).

Deutliche Gewinnsteigerung im zweiten Quartal

Dr. Sebastian Hirsch, Vorstandsvorsitzender der Grenke AG, erklärte: Mit unserem Ergebnis im ersten Halbjahr sind wir im Plan. Besonders erfreulich ist die deutliche Gewinnsteigerung im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal, die eine Trendumkehr einleitet. Wir sind auf Kurs für unser Jahresziel. Bei der Übernahme der ausstehenden Franchisegesellschaften sind wir auf der Zielgeraden und werden dieses Kapitel bald abschließen. Zudem haben wir mit dem Transfer der polnischen Factoringgesellschaft an die Teylor AG einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht.

Dr. Martin Paal, Finanzvorstand der Grenke AG, ergänzte: Wir konnten unsere CostIncomeRatio im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessern, da wir unsere Kosten diszipliniert managen. Daran werden wir auch im zweiten Halbjahr festhalten. Das Schadensniveau lag im Rahmen unserer Erwartungen. Wir gehen davon aus, das Plateau hinter uns gelassen zu haben und blicken zuversichtlich auf das zweite Halbjahr.

Im zweiten Quartal 2025 stiegen die Zinserträge um 24,7 Millionen Euro auf 165,0 Millionen Euro (Q2 2024: 140,3 Millionen Euro). Gleichzeitig wuchs der Zinsaufwand zur Refinanzierung des Leasinggeschäfts um 14,1 Millionen Euro auf 64,0 Millionen Euro (Q2 2024: 49,9 Millionen Euro). Das Zinsergebnis erhöhte sich somit um 11,6 Prozent auf 100,9 Millionen Euro (Q2 2024: 90,4 Millionen Euro).

Wachsende Erträge aus Zinsen, Servicegeschäft und Verwertung

Dank des Wachstums der Zinserträge sowie der Ergebnisse aus dem Servicegeschäft und der Verwertung stiegen die operativen Erträge um 17,0 Millionen Euro auf 162,8 Millionen Euro (Q2 2024: 145,8 Millionen Euro). Die operativen Aufwendungen erhöhten sich um 9,3 Millionen Euro auf 91,3 Millionen Euro (Q2 2024: 82,0 Millionen Euro), wovon 52,7 Millionen Euro auf Personalkosten entfielen (Q2 2024: 48,1 Millionen Euro). Dies führte zu einer verbesserten CostIncomeRatio von 56,1 Prozent (Q2 2024: 56,3 Prozent), die damit im Zielbereich von unter 60 Prozent für das Geschäftsjahr 2025 liegt. Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im GrenkeKonzern wuchs um 6,2 Prozent auf 2.315 (Q2 2024: 2.180).

Das operative Ergebnis vor Schadensabwicklung und Risikovorsorge stieg im zweiten Quartal 2025 um 12,2 Prozent auf 71,5 Millionen Euro (Q2 2024: 63,7 Millionen Euro).

Hohe Insolvenzzahlen und mehr Zahlungsausfälle

Aufgrund der weiterhin erhöhten Insolvenzzahlen und einer angespannten makroökonomischen Lage, die zu mehr Zahlungsausfällen führte, lag das Ergebnis aus Schadensabwicklung und Risikovorsorge im zweiten Quartal bei minus 47,1 Millionen Euro (Q2 2024: minus 28,3 Millionen Euro). Die Schadenquote belief sich im zweiten Quartal auf 1,7 Prozent (Q2 2024: 1,2 Prozent). Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 verbesserte sie sich leicht (Q1 2025: 1,9 Prozent). Das operative Ergebnis erreichte 22,5 Millionen Euro (Q2 2024: 33,4 Millionen Euro) bei einem Konzernergebnis von 16,0 Millionen Euro (Q2 2024: 25,2 Millionen Euro).

Anstieg beim Leasingneugeschäft
Das Leasingneugeschäft stieg im zweiten Quartal 2025 um 9,8 Prozent auf 867,4 Millionen Euro (Q2 2024: 790,3 Millionen Euro). Die Leasingforderungen erhöhten sich zum Ende des zweiten Quartals 2025 auf 6,9 Milliarden Euro (31.12.2024: 6,5 Milliarden Euro). Die Eigenkapitalquote lag zum 30.06.2025 bei 15,9 Prozent (31.12.2024: 16,1 Prozent) und damit im Rahmen des Ziels von rund 16 Prozent.
Die Grenke AG hat eine Einigung mit Finanzinvestoren über den Kauf der noch ausstehenden Franchisegesellschaften erzielt. Dazu gehören unter anderem die LeasingFranchisegesellschaft in Chile, bei der Grenke inzwischen 100 Prozent der Anteile hält, sowie eine Übereinkunft zur Übernahme der Gesellschaften in Lettland und Kanada. Der Gesamtkaufpreis aller ursprünglichen Franchisegesellschaften, deren Erwerb 2022 begann, liegt bei rund 70 Millionen Euro.
Grenke bestätigt die Prognose für 2025 und erwartet ein Leasingneugeschäft zwischen 3,2 und 3,4 Milliarden Euro sowie ein Konzernergebnis von 71 bis 81 Millionen Euro.

Der Finanzbericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2025 kann auf der Webseite der Grenke AG im Bereich Berichte & Präsentationen abgerufen werden.

www.grenke.com

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