Das Maßnahmenpaket ist Teil der bereits 2022 eingeführten globalen Unternehmensstrategie „ONE Faber-Castell“, mit der das Familienunternehmen Synergien innerhalb der Gruppe nutzen und Effizienzpotenziale ausschöpfen will. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland zu sichern, insbesondere durch eine Konzentration auf innovative Produkte im hochwertigen Qualitätssegment.
Deutschland gilt innerhalb der Unternehmensgruppe als Standort mit langjähriger Expertise und hohem Fertigungs-Know-how – insbesondere bei Produkten im oberen Qualitätssegment. Diese Stärken sollen künftig stärker genutzt werden. Das Unternehmen plant daher, sich auf die hochqualifizierte Fertigung von Premiumprodukten zu konzentrieren.
Gleichzeitig ist vorgesehen, kleinere und weniger ausgelastete Fertigungslinien in den Bereichen „Schreiben + Zeichnen“ sowie „Cosmetics“ von Stein und Geroldsgrün nach Brasilien und Peru zu verlagern.
Die dadurch frei werdenden Flächen sollen für den Ausbau von High-End-Produktlinien mit Alleinstellungsmerkmalen sowie für Produktneuheiten genutzt werden. Auch die technologische Entwicklung und Innovationsarbeit sollen künftig verstärkt in Deutschland angesiedelt werden.
„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesen Maßnahmen die richtigen Weichen stellen für einen starken und zukunftsfähigen Produktionsstandort Deutschland“, so der Vorstandsvorsitzende Stefan Leitz.
Das Unternehmen hatte kürzlich angekündigt, seine Strategie „ONE Faber-Castell“ angesichts zunehmender Herausforderungen durch globalen Wettbewerb, US-Zölle, Konsumzurückhaltung und Veränderungen im Handel beschleunigt umsetzen zu wollen.
„Wir haben den Vorteil eines weltweiten Fertigungsnetzwerks sowie einer globalen, starken Markenpräsenz. Diese Synergien müssen wir in Zukunft noch besser ausspielen, um effizienter am Markt agieren zu können, Innovationen schneller und agiler umzusetzen und unsere Profitabilität weiterhin sicherzustellen.“
Neben der Neuordnung der Produktionsstruktur sollen auch die administrativen Bereiche effizienter gestaltet werden.
„Wir werden auch hier unsere Fixkosten weiter senken. Dadurch steigern wir die Geschwindigkeit von Entscheidungen, vereinfachen Prozesse und erweitern Verantwortungsbereiche“, so Leitz.
Nach aktuellen Berechnungen könnten im Zuge der Umstrukturierungen in den genannten Produktionsbereichen sowie in der Verwaltung rund 130 Arbeitsplätze entfallen.
Derzeit führt das Unternehmen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen, um sozialverträgliche Lösungen zu finden.
„Wir sind uns der Bedeutung dieser Veränderungen bewusst und werden den Prozess sozialverträglich gestalten“, erklärte Leitz. „Betriebsbedingte Kündigungen sollen bestmöglich vermieden und Maßnahmen wie Altersteilzeit-/Ruhestandsregelungen und natürliche Fluktuation genutzt werden. Unser Ziel ist es, die Neuausrichtung bis Ende des Geschäftsjahres 2026/27 vollendet zu haben.“
The post Faber-Castell strukturiert deutsche Standorte um appeared first on wll.news – der hub für working, learning & living.
Handeln für Händler – Gemeinsam mehr erreichen