Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag mit 66,8 Millionen Euro unter dem des Vorjahres (83,8 Millionen Euro). Im Vergleich zum ersten Quartal konnte der Rückgang allerdings deutlich eingedämmt werden.
Wie in den Vorquartalen kamen die starken Wachstumsimpulse insbesondere aus BeNeLux und Großbritannien. Aber auch in Deutschland belebt sich die Nachfrage unserer öffentlichen Kunden langsam. Der insgesamt positive Trend setzte sich nach Quartalsende im Juli fort. „Wir sind zwar noch von den Wachstumswerten entfernt, die wir uns selbst zum Ziel setzen und zutrauen, befinden uns mit der Entwicklung im zweiten Quartal aber wieder auf dem Wachstumspfad“, so Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG.
Das Vorsteuerergebnis lag mit 66,8 Millionen Euro wie erwartet unter dem des Vorjahres. Allerdings verbuchte Bechtle im Vorjahr einen positiven Einmaleffekt in Höhe von 7 Millionen Euro, wodurch sich die Vergleichsbasis erhöhte. Insgesamt hat sich die Ergebnissituation im Vergleich zum ersten Quartal verbessert. Der Anstieg der Kosten war im zweiten Quartal in weiten Teilen nur noch moderat und lag im Rahmen des Wachstums im Geschäftsvolumen. Lediglich die Abschreibungen stiegen mit 15,9 Prozent stärker an, was hauptsächlich auf Investitionen in die Zukunft von Bechtle und die getätigten Akquisitionen zurückzuführen ist.
Im ersten Halbjahr 2025 lag der operative Cashflow bei 24,2 Millionen Euro (Vorjahr: 141,2 Millionen Euro ). Nach den außerordentlich hohen Werten im Vorjahr ist der Cashflow nun wieder auf einem normalisierten Niveau angelangt. Im zweiten Quartal lag der Cashflow bei 45,2 Millionen Euro und zeigt damit eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorquartal. Die liquiden Mittel inklusive Geld- und Wertpapieranlagen belaufen sich auf 522,3 Millionen Euro und bieten laut dem IT-Dienstleister weiterhin ausreichend Spielraum für weitere Akquisitionen und Investitionen in die Zukunft.
Zum 30. Juni beschäftigte Bechtle konzernweit 15.608 Mitarbeitende. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal ist in erster Linie akquisitionsbedingt. Rein organisch lag der Zuwachs bei 70 neuen Kolleginnen und Kollegen beziehungsweise 0,5 Prozent Wie schon in den vergangenen Quartalen investiert das Unternehmen unvermindert in die Ausbildung junger Menschen. Mit 761 Auszubildenden und dual Studierenden liegt die Zahl um 9,7 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach wie vor angespannt. Insbesondere in Deutschland und Frankreich dämpft die hohe Unsicherheit die Investitionsneigung vieler Kunden. Im Verlauf des zweiten Quartals hat Bechtle auch positive Signale gesehen. Neben der starken Entwicklung in einzelnen Ländern stimmt das Unternehmen insbesondere die Entwicklung im öffentlichen Sektor in Deutschland zuversichtlich. So konnte der IT-Dienstleister im zweiten Quartal mit öffentlichen Kunden im Inland einen Anstieg des Geschäftsvolumens von über 5 Prozent verbuchen.
Bechtle rechnet damit, dass das Wachstum vor allem ab Spätsommer weiter zulegen wird. Eine steigende Dynamik beim Geschäftsvolumen ist Grundvoraussetzung, um auch beim Ergebnis wieder zu wachsen. Das Unternehmen bestätigt damit seine Prognose vom März. Ein leichtes Wachstum beim Geschäftsvolumen wird erwartet.
Aufgrund der nach wie vor positiven Entwicklung des Softwaregeschäfts wird das Umsatzwachstum voraussichtlich unterhalb des Geschäftsvolumens liegen. Das Ergebnis sieht der IT-Dienstleister in einer Bandbreite von minus 5 Prozent bis plus 5 Prozent.
„Im ersten Halbjahr hat sich beim Ergebnis eine Lücke aufgetan, die wir nicht nur weiter verringern, sondern auf Jahressicht schließen wollen. Das ist ambitioniert, aber möglich. Sofern sich der positive Trend des zweiten Quartals in den nächsten Monaten weiter verstärkt und wir insbesondere eine weitere Belebung unseres Geschäfts mit den öffentlichen Auftraggebern verzeichnen, erreichen wir unsere Ziele“, sagt Dr. Thomas Olemotz.
Der Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2025 steht unter bechtle.com/finanzberichte als Download bereit.
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