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„Stöberstube Diekmann“ feiert Eröffnung in Dinklage

Bücher, Menschen und besondere Orte begleiten Anne Kögel ihr ganzes Leben lang. Irgendwann wurde ihr klar: „Ich möchte selbst einen solchen Ort gestalten.“ Nicht als klassische Einzelhandelskauffrau, sondern als Quereinsteigerin – mit Herz, Mut und einer klaren Vision. Einen Ort, an dem Menschen nicht nur einkaufen, sondern auch ankommen. Einen Ort mit Seele. Einen Ort, den man gern betritt und mit einem Lächeln verlässt.

Schließung der Thalia-Filiale war ein Schock

Als bekannt wurde, dass die Thalia-Filiale Diekmann in Dinklage schließen würde, war das für viele Menschen ein Schock. Dieser Ort war mehr als nur ein Laden: Er war Teil des Alltags, der Versorgung und ein vertrauter Anker. Silvia Dierken hatte ihr Geschäft erst 2020 an Thalia verkauft. Im Dezember 2024, also vier Jahre später, hat Thalia mitgeteilt, dass die Filiale in Dinklage Ende Mai 2025 geschlossen wird.

Anne Kögel wusste: „Da darf nicht einfach etwas verschwinden, was so vielen Menschen wichtig ist.“ Sie zögerte nicht lange und handelte. Es war weniger ein Plan als ein innerer Impuls: „Wir können das weiterführen. Nur eben anders. Herzlich. Persönlich. Mit Seele. Und mit einem Team, das diesen Ort mitträgt.“

Das Foto zeigt Mitarbeiterinnen der Stöberstube Diekmann
Die Mitarbeiterinnen der Stöberstube Diekmann bei den letzten Vorbereitungen zur Eröffnung.


Die Entscheidung, sich mit der „Stöberstube Diekmann“ selbstständig zu machen, hat sie aus vollem Herzen getroffen. Viele Gespräche mit Kundinnen und Kunden der ehemaligen Thalia-Filiale, das Vertrauen ihres Umfelds und nicht zuletzt das wunderbare Team, das sie übernehmen durfte, haben sie in diesem Schritt bestärkt. „Ich hatte das große Glück, auf Menschen zu treffen, die diesen Ort mittragen. Wir alle spürten: Daraus kann gemeinsam etwas Besonderes entstehen. Und so ist es dieses besondere Gefühl, das die ,Stöberstube Diekmann‘ auszeichnet: Man kennt sich. Man wird begrüßt. Man bekommt echte fachkundige Beratung – mit Zeit und Herz. Diese Art von persönlichem und zugewandtem Service, der heute selten geworden ist. Ich glaube, dieses ‚Machen statt Zaudern‘ wurde mir ein Stück weit in die Wiege gelegt“, erzählt die studierte Betriebswirtin, deren Vater ein erfolgreicher Unternehmer war.

„Besonders inspiriert haben mich die Schwestern Diekmann und Silvia Dierken, die mit viel Herzblut, Liebe zu Büchern und Menschen sowie einem klaren Blick für das Wesentliche über viele Jahre hinweg diesen Ort geprägt haben. Ihre Handschrift war immer spürbar – und es ist mir eine Ehre, auf dieser Basis weiterzudenken und Neues zu gestalten“, betont Anne Kögel. Die zentral in Dinklage gelegenen Räumlichkeiten haben eine angenehme Größe, barrierefreie Zugänge und bieten Platz für Kinderwagen, Rollatoren und Herzensbegegnungen. Zudem tragen sie Geschichte in sich. Viele Menschen verbinden Erinnerungen mit dem Laden. „Jetzt schreiben wir ein neues Kapitel – und ich bin sehr dankbar, dass ich es mitgestalten darf.“

Viele Familien mit Kindern kamen zur Eröffnung

Zur Eröffnung am 26. Juni kamen „überwältigend viele Besucher, darunter besonders viele Familien mit Kindern“, freut sich Anne Kögel. Das Feedback sei durchweg positiv gewesen. „Ob Eltern, die Schulmaterialien brauchen, Großeltern auf Geschenkesuche oder junge Familien, die ihre Freizeit bewusst gestalten möchten – bei uns ist jeder willkommen.“ Sie merkt schon jetzt, dass auch Menschen von weiter her bewusst in die „Stöberstube Diekmann“ kommen. Weil sie sich hier wohlfühlen, weil sie sich gesehen fühlen – und weil sie merken: Hier steckt Herz drin. Das Geschäft ist auch Teil der Notinsel-Initiative und bietet Kindern Schutz, wenn unterwegs einmal etwas nicht so rund läuft. Inspiration findet Kögel auch auf zahlreichen Messen wie der Nordstil in Hamburg, oder durch Gespräche mit Menschen vor Ort. „Ich habe das große Glück, mit einer wunderbaren, ganzheitlich denkenden Werbeagentur zusammenzuarbeiten, die meine Vision sofort verstanden hat.“ Die Social-Media-Kanäle laufen bereits sehr gut. Dort werden Geschichten erzählt, Einblicke hinter die Kulissen gegeben und zum Stöbern eingeladen. Eine eigene Website mit Online-Shop ist gerade im Aufbau.

Das Foto zeigt Pippi Langstrumpf, die zur Freude der Kinder mit ihrem Pferd Kleiner Onkel zweimal durch die Stöberstube ritt.
Zur Eröffnung ritt Pippi Langstrumpf zur Freude der Kinder mit
ihrem Pferd Kleiner Onkel schnurstracks zweimal durch die Stöberstube, in
der alle Generationen schmökern, spielen und schreiben können.


Das Foto zeigt Piratenkönigin Elvira die Schreckliche
Piratenkönigin Elvira die Schreckliche verteilte Piratentattoos und
spann mit den Kindern Seemannsgarn. Aus der mitgebrachten Schatztruhe
durften sie sich Goldstücke, Edelsteine und Leckereien nehmen.


Ein Ort der Begegnung

Zusätzlich arbeitet die Händlerin mit anderen Dinklager Geschäften zusammen. Ihr liegen Co-Marketing-Aktionen sehr am Herzen. Außerdem setzt sie auf liebevoll gestaltete Flyer, Plakate und Anzeigen, um vor Ort präsent zu sein. „Für die Zukunft sind auch Workshops und kleine Veranstaltungen geplant, damit wir als Ort der Begegnung noch lebendiger werden.“

Auf dem Programm stehen aber auch Lesungen wie „Park and Read“ im gemütlichen Bus sowie ein duftender Abend mit ätherischen Ölen. Auch der Stadt Dinklage ist die „Stöberstube Diekmann“ wichtig, da sie Teil des Stadtkerns ist und einen wichtigen Raum und Treffpunkt bietet – einen Ort der Begegnung, made in Dinklage.

https://stoeberstube-diekmann.de

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