Laut Studie hindern sichtbare und unsichtbare Barrieren Menschen in öffentlichen Waschräumen daran, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Dies hat spürbare Auswirkungen für Unternehmen. Planer gestalten öffentliche Räume und Arbeitsplätze zwar inzwischen häufig so, dass sie unterschiedliche körperliche Bedürfnisse berücksichtigen, Beispiel hierfür sind barrierefreie Zugänge für Menschen im Rollstuhl. Dennoch bestehen weiterhin zahlreiche unsichtbare Barrieren, da 94 Prozent der Personen, die von physischen oder kognitiven Schwierigkeiten berichten, keinen Rollstuhl nutzen.
Gemäß der Tork-Umfrage werden bei der Ausstattung und dem Design von Waschräumen zahlreiche Bedürfnisse bislang nicht berücksichtigt. Tatsächlich identifiziert sich jede zweite Person mit einer Gruppe, die mit unsichtbaren Barrieren beim Zugang zu Hygiene in öffentlichen Waschräumen konfrontiert ist. Dies bedeutet, dass die vorhandene Umgebung nicht mit den individuellen Fähigkeiten dieser Personen übereinstimmt. Die Gründe, warum Menschen öffentliche Waschräume meiden oder sich dort nicht wohlfühlen, sind vielfältig. Zu den möglichen Ursachen zählen Sorgen um die Sauberkeit, Angsterkrankungen, eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen oder Gerüchen sowie Paruresis, was eine Form der Blasenangst beschreibt.
„Die meisten Menschen fühlen sich auf öffentlichen Toiletten unwohl – besonders Personen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen erleben neben allgemeinen Hygienebedenken Barrieren, die ihnen den Zugang zu Hygiene erschweren“, so Oliver Obel, Vice President Sales und Marketing Professional Hygiene bei Essity. „Wenn Waschräume den vielfältigen Bedürfnissen nicht gerecht werden, schadet das auch dem Ruf und dem Umsatz eines Unternehmens. Deshalb ist ‚Hygiene für alle‘ ein zentraler Pfeiler unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mit unserem Fokus auf inklusive Hygiene unterstützen wir Unternehmen dabei, bessere Erfahrungen für alle Beteiligten zu schaffen – einschließlich des Reinigungspersonals, das diese wichtigen Räume instand hält.“
Die Tork-Umfrage unter 11.500 Personen in elf Ländern zeigt: Die Erwartungen an die Hygiene und Sauberkeit in öffentlichen Waschräumen sind hoch. In Deutschland erwarten beispielsweise zwei Drittel der Restaurantbesucher:innen (70 Prozent) und jeder zweite Büromitarbeitende (54 Prozent) ein mittleres bis hohes Hygieneniveau. Allerdings äußern mehr als vier von fünf Personen regelmäßig Kritik an öffentlichen Toiletten (82 Prozent).
Gemäß den Ergebnissen der Studie hegen bereits 77 Prozent der Befragten ohne Einschränkungen große Bedenken in Bezug auf die Hygiene in öffentlichen Räumen. Bei Personen, die beispielsweise unter Keimphobie oder anderen Ängsten leiden, ist dieser Wert noch höher. Lediglich 15 Prozent der Menschen mit kognitiven oder körperlichen Einschränkungen geben an, dass öffentliche Waschräume immer ihre Erwartungen erfüllen. Dieser Wert liegt unter dem Anteil der Menschen ohne Einschränkungen, der bei 20 Prozent liegt.
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