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Pragmatismus von politischen Entscheidungsträgern gefordert

Rund 30 Teilnehmende und Referent:innen kamen in der Hessischen Landesvertretung zusammen, um die Lage der Branche mit besonderem Blick auf den Handel zu analysieren und zu diskutieren. Vertreter:innen aus Politik und wirtschaftsnahen Organisationen ordneten die Situation des Mittelstands ein und formulierten Erwartungen an die politische Agenda.

FDP-Politikerin Daniela Kluckert eröffnete die Tagung unter der Überschrift „Vom Wollen zum Machen: Politik und Unternehmen zwischen Anspruch und Umsetzung“ und setzte erste inhaltliche Akzente zum politischen Handlungsbedarf. Anschließend skizzierte Thorsten Alsleben (CDU), Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), seine Einschätzung zur Arbeit der aktuellen Bundesregierung und empfahl Weichenstellungen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Sein Befund: „Bürokratie ist Standortnachteil Nr. 1.“

Aus Branchensicht berichtete Frank Indenkämpen, Geschäftsführer Schneider Novus und Vorstandsmitglied im Verband der PBS-Markenindustrie, von einer zunehmend angespannten Situation: Umsatzrückgänge, Konsolidierungen, Insolvenzen und Geschäftsaufgaben ließen die PBS-Branche weiter auseinanderdriften – verschärft durch hohe regulatorische Anforderungen und daraus entstehende Wettbewerbsnachteile.

Auch Christian Langwald, Leiter Wirtschaft und Statistik im Verband der Möbelindustrie, zeigte deutliche Bremsspuren im Markt auf: Der deutsche Möbelhandel verzeichne bis September ein Umsatzminus von 14 Prozent im Büromöbelsegment.

Politische Kultur des Vertrauens

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten neben HBS-Präsident Michael Ruhnau und Frank Indenkämpen auch Frank Wilhelmy (SPD-Wirtschaftsforum) sowie Martin Kaul, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung der Grünen e.V. Die Runde wurde von Christian Haeser, Geschäftsführer des HWB, moderiert. Das gemeinsame Fazit: Es braucht pragmatische Lösungen, mehr Verlässlichkeit und eine politische Kultur des Vertrauens. Häufig fehle der Wirtschaft politische Kompetenz – und der Politik wirtschaftliches Verständnis.

Den abschließenden Impuls lieferte Hendrik Hochheim, Bereichsleiter Messen Deutschland bei der AUMA. Er unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung der Messebranche und gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen des Messestandorts Deutschland.

Zum Schluss fasste Michael Ruhnau die Ergebnisse zusammen und appellierte an alle Akteur:innen, die politischen Verantwortungsträger noch stärker in die Pflicht zu nehmen – nicht nur über Verbände und Lobbyarbeit, sondern besonders auch im direkten Dialog vor Ort.

www.hwb.online

Im Rahmen der Tagung wurde Helmut Fleischer, Geschäftsführer von Osswald360 und langjähriges Vorstandsmitglied des HBS, in den Ruhestand verabschiedet (v.l.) Christian Haeser Geschäftsführer HWB, Helmut Fleischer und Michael Ruhnau, Präsident HBS
Im Rahmen der Tagung wurde Helmut Fleischer, Geschäftsführer von Osswald360 und langjähriges Vorstandsmitglied des HBS, in den Ruhestand verabschiedet (v.l.) Christian Haeser Geschäftsführer HWB, Helmut Fleischer und Michael Ruhnau, Präsident HBS


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