Ein zentrales Ergebnis der Befragung von 2000 Erwerbstätigen aus Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen unterstreicht die Relevanz attraktiver Arbeitsorte: 22,8 Prozent der Befragten würden für ein schöneres und gesünderes Büro Gehaltseinbußen von bis zu 20 Prozent akzeptieren.
Besonders ausgeprägt ist der Studie zufolge die Bereitschaft bei jungen Beschäftigten zwischen 18 und 29 Jahren: Hier liegt die Zahl derjenigen, die Gehaltsabstriche machen würden, sogar bei 36,9 Prozent und damit doppelt so hoch wie in der Altersgruppe der 50–64-Jährigen (18,1 Prozent). Diese Unterschiede machen laut den Studienautoren deutlich, dass sich hochwertige Arbeitsräume zunehmend zu einem strategischen Vorteil im Wettbewerb um Talente entwickeln.
Dieser Trend spiegelt sich auch in der Arbeitgeberwahl wider: 42,7 Prozent der Befragten geben an, dass die Gestaltung ihrer Arbeitsumgebung einen starken oder sehr starken Einfluss darauf hat, für welches Unternehmen sie sich entscheiden.
Neben der Ausstattung stellt sich auch die Frage, wofür das Büro heute überhaupt gebraucht wird. Mehr als die Hälfte der Befragten (58,5 Prozent) sieht seine Hauptfunktion im konzentrierten Arbeiten sowie in kreativen Prozessen (46 Prozent). Doch die Erwartungen unterscheiden sich: Jüngere Mitarbeitende suchen im Büro Inspiration und Erholung (17,6 Prozent) – etwas, das ältere Generationen deutlich seltener einfordern.
Über alle Altersgruppen hinweg haben funktionale Standards wie ergonomische Möbel, Rückzugsorte oder gutes Licht Priorität. Gleichzeitig zeigt die Gen Z laut Mindspace/Civey ein deutlich breiteres Verständnis davon, was ein attraktiver Arbeitsplatz heute leisten muss. So wünschen sich 18–29-Jährige weit häufiger Angebote im direkten Umfeld als der Durchschnitt aller Altersgruppen: vom Wellnessbereich (25,7 Prozent vs. 8 Prozent insgesamt) über ein Fitnessstudio (31,6 Prozent vs. 14,3 Prozent) bis hin zu Dienstleistern wie Friseuren (23,8 Prozent vs. 11,9 Prozent). Für die Gen Z wird das Büro zum Ankerpunkt, an dem Arbeit, Alltag und Wohlbefinden selbstverständlich zusammengehören.
Peter Demidov, General Manager von Mindspace Germany, ordnet die Ergebnisse ein: „Die Studie zeigt, wie hoch – und wie unterschiedlich – die Erwartungen an moderne Büros sind. Besonders die Gen Z erwartet Orte, die Arbeit, Alltag und Wohlbefinden verbinden. Erfolgreiche Arbeitswelten müssen deshalb Work-Life-Blend ermöglichen und das flexibel, durchdacht und generationengerecht.“
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