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Studie: Deutsche Online-Shopper im europäischen Vergleich vorsichtiger

Um die Besonderheiten deutscher Online-Konsumenten herauszufinden, befragte die All-In-One-Versandplattform Sendcloud im Rahmen einer europaweiten Studie zu aktuellen Trends im E-Commerce über 7.500 Verbraucher, darunter 1.002 aus Deutschland. Das Ergebnis: Konsumenten aus Deutschland investieren im europäischen Vergleich beim Online-Shopping durchschnittlich am meisten. Der Einkaufswert pro Bestellung liegt bei über 152 Euro – mehr als 42 Euro über dem europäischen Durchschnitt! Die Millennial-Generation gibt mit einem durchschnittlichen Bestellwert von 233 Euro sogar nochmal deutlich mehr aus. Trotzdem sind Deutsche misstrauischer gegenüber Akteuren im Online-Handel als ihre europäischen Nachbarn. Das besonders hohe Misstrauen deutscher Konsumenten sticht an mehreren Stellen der Umfrage heraus: So ist der Anteil der Verbraucher, die sich bei einer Online-Bestellung ein genaues Sendungs-Tracking per E-Mail wünschen, in Deutschland mit 79 Prozent europaweit am höchsten. Der europäische Durchschnitt fällt mit 72 Prozent um 7 Prozentpunkte geringer aus. Für fast ein Drittel (29 Prozent) der Besteller aus Deutschland ist die Option einer Sendungsverfolgung sogar eine Voraussetzung, um eine Bestellung bei einem Onlineshop zu wiederholen. Für spanische (14 Prozent) und britische Verbraucher (11 Prozent) ist dieses Kriterium deutlich weniger wichtig. Aus Angst vor Betrug kaufen deutsche Online-Konsumenten zudem deutlich seltener als der europäische Durchschnittsverbraucher in ausländischen Shops ein. Europaweit beträgt der Anteil der Verbraucher, die in den letzten 12 Monaten in einem ausländischen Shop online eingekauft haben, 45 Prozent, in Deutschland hingegen nur 30 Prozent. Das Misstrauen der Deutschen ist aber nicht nur auf die Händler beschränkt. So weisen deutsche Verbraucher bei Verlust oder Beschädigung ihrer Bestellung dem Paketdienst eine deutlich höhere Verantwortung zu, während niederländische und spanische Verbraucher stattdessen eher dem Onlineshop die Schuld geben. Auch bei neuen Möglichkeiten der Zustellung von Paketen sind deutsche Verbraucher aktuell noch eher zögerlich. So sind Smart-Locks in Deutschland noch nicht gebräuchlich. Smart Locks lassen sich mittels eines digitalen Codes elektronisch entsperren und ermöglichen so das Öffnen von Haus- und Wohnungstüren aus der Ferne. So kann Paketzustellern der Zutritt zum Haus oder der Wohnung ermöglicht werden, während man selbst unterwegs ist. Doch nur für 20 Prozent der befragten deutschen Online-Shopper ist die Zustellung von Paketen mittels Smart Locks in die eigene Wohnung vorstellbar, wenn sie nicht zuhause sind. Dies ist der zweitniedrigste Wert im europäischen Vergleich (26 Prozent im Durchschnitt).

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