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Soennecken: Positionsbestimmung auf dem Lieferantentag

Auf dem 21. Soennecken Lieferantentag, der erneut digital stattfinden musste, hat die Overather Genossenschaft gezeigt, wie sie die Chancen der Pandemie genutzt hat und mit welchen Projekten man in die Zukunft starten will. Vorstandsvorsitzender Dr. Benedikt Erdmann bekräfigte gleich zu Beginn die Wichtigkeit dieser Veranstaltung und den Führungsanspruch der Genossenschaft: “Gerade weil sich viele von uns während der Pandemie nicht treffen konnten, ist der Lieferantentag zum Ende eines Jahres als Positionsbestimmung unglaublich wichtig. Soennecken ist inzwischen viel mehr als PBS. Wir haben den Anspruch, lebenswerte Arbeitswelten zu gestalten. Bei diesem für die Zukunft zentralen Thema haben wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern einen klaren Führungsanspruch im Markt”. Die bis zum Jahresende hochgerechneten Umsätze für das Jahr 2021 haben sich zufriedenstellend entwickelt. Mit geplanten 654 Mio. Euro liegt der Gesamtumsatz der Soennecken 0,6 Prozent über dem Vorjahr. Die unterschiedliche Entwicklung der Geschäftsfelder ist teilweise pandemiebedingt. Einen deutlichen Zuwachs von 8,3 Prozent auf 180 Mio. Euro verzeichnet der Bereich Log Serve, während der Lockdown-gebeutelte Einzelhandel Umsatzverluste von 7,7 Prozent auf 65 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen muss. Der gesamte Bereich der Zentralregulierung reduziert sich damit um 2,1 Prozent auf 469 Mio. Euro. Zu den Krisengewinnern zählt die Büroeinrichtung mit einem Plus von 2,6 Prozent und der IT-Verbund Nordanex mit einem Plus von 3,5 Prozent. Lieferschwierigkeiten und der anhaltende Chipmangel belasten den Bereich Drucken und Kopieren mit einem Minus von 7,7 Prozent versus 2020. In die Zukunft startet Soennecken mit ehrgeizigen Zielen: Für das Jahr 2022 plant man ein Umsatzwachstum von rund 7 Prozent und bis zum Jahr 2025 ein Plus von 21 Prozent auf rund 800 Mio. Euro. Mit der Ergebnissituation zeigte sich Dr. Erdmann zufrieden. “Unsere Ausschüttungszusage an die Mitglieder halten wir – wie immer – selbstverständlich ein, und auch die geplante Stärkung des Eigenkapitals und damit der Investitionsfähigkeit von Soennecken wird wie geplant erfolgen.”
Jens Melzer, Geschäftsfeldleiter Log Serve stellte die Orientierung des Geschäftes an den verschiedenen Kundenzielgruppen in den Mittelpunkt seiner Ausführungen: “Wenn man in dem sehr heterogenen Markt des Bürobedarfs wachsen möchte, dann reicht es nicht, sich nur über Sortimente zu profilieren, sondern man sollte die verschiedenen Marktteilnehmer genau kennen und die Organisation auf sie ausrichten. So ist nicht nur die zentrale Kundengruppe unserer Mitglieder recht heterogen. Es geht auch darum, neue Kunden für Log Serve zu gewinnen.”
Um die verschiedenen Ansprüche noch besser bedienen zu können, wurde daher die Vertriebsorganisation angepasst. Über die Bereiche Digitalisierung und New Work sprach Soennecken-Vorstand Georg Mersmann: “Der klassische Bürobedarf ist ein Verdrängungs- und kein Wachstumsmarkt. Die Soennecken hat sich aber vorgenommen, von dieser Marktkonsolidierung zu profitieren.” Der auch für die IT verantwortliche Vorstand präsentierte ehrgeizige Pläne für die technologische Ausrichtung des Unternehmens. Er betonte, wie wichtig es für die Zukunft sei, die Digitalisierung der Arbeit auch in den Geschäftsmodellen der Genossenschaften abzubilden.
Für den Einzelhandel war das Jahr 2021 recht schwierig. Dennoch sind viele Mitglieder der Soennecken über sich hinausgewachsen und haben über kreative Konzepte neue Ertragsquellen generiert. Margit Becker, Geschäftsfeldleiterin Einzelhandel der Soennecken eG erläuterte: “Unsere Mitglieder sind bisher gut durch die Pandemie gekommen. Selbst während des Lockdowns wurde beispielsweise das Schulranzengeschäft hervorragend gemeistert und auch das Weihnachtsgeschäft ist gut gestartet.” Die Pandemie hat im Handel einen hohen Veränderungsdruck ausgelöst, berichtete im Anschluss Nic Horlitz, Leiterin Lieferantenmanagement Einzelhandel: “Die Händler haben aufgrund geschlossener Ladenlokale andere Wege der Kommunikation gefunden und mit ihren Kunden digital Informationen oder Käufe abgewickelt. Darauf wird auch zukünftig niemand verzichten wollen.” Neben den Einschränkungen durch Corona, sorgen auch Lieferengpässe für Schwierigkeiten. Der Handel muss mehr denn je in Alternativen denken und auf veränderte Preise reagieren. Und das Fazit von Dr. Benedikt Erdmann: “Wir sollten mit Optimismus auf das Jahresendgeschäft schauen. Und auch für die Zukunft sehen wir viele Chancen, gemeinsam mit unseren Mitgliedern unsere marktführende Position bei der Gestaltung moderner Arbeitswelten auszubauen.”

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