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Pelikan verkauft Logistikzentrum in Falkensee

Die Pelikan Group GmbH hat vergangene Woche einen bedingten Kaufvertrag (Sale & Leaseback) über den Verkauf ihres Logistikzentrums in Falkensee abgeschlossen. Für ca. 96 Mio. USD, also umgerechnet 81 Mio. Euro. Bei den Käufern handelt es sich um hundertprozentige Tochtergesellschaften der HWE Investor GP S.à.r.l, die zur Hillwood Group mit Sitz in Dallas, Texas, gehört. Die in den USA ansässige Hillwood Group ist eine Investmentgruppe für Industrie-, Gewerbe- und Wohnimmobilien, die auch Niederlassungen in Großbritannien, Deutschland und Polen betreibt. Das zu veräußernde Objekt ist im April 2010 im Rahmen des Erwerbs der Herlitz AG an Pelikan gelangt. Damals erwarb das Unternehmen 66 Prozent der Anteile an der stationären Marke für rund 45 Mio. Euro. Derzeitiger Nutzer des Gebäudes ist die eCom Logistik GmbH, ein 2003 als Tochterunternehmen der Herlitz AG gegründetes Logistikdienstleistungsunternehmen. Mit derzeit rund 166 Mitarbeitern wurde es 2015 zur 100-prozentigen Tochter der Pelikan AG. “Die geplante Veräußerung wird es der Gruppe ermöglichen, Kapitalressourcen aus der Bindung als langfristiges Vermögen freizusetzen und den Wert der Immobilie zu einem angemessenen Marktwert zu realisieren und gleichzeitig ihre finanzielle Position zu stärken… Die Veräußerungsgegenleistung wird hauptsächlich für das Betriebskapital der Gruppe verwendet”, heißt es seitens Pelikan International Corporation Berhad (PICB). Die Pelikan Group plant, das Logistikzentrum weiter als Mieter zu betreiben. Für die kommenden fünf Jahre wurde ein jährlicher Bruttomietpreis von 4,15 Mio. Euro aufgerufen. Durch diesen Deal erhält das Unternehmen weiterhin Zugang zu sieben Stockwerken mit ca. 109.000 qm Büro-, Produktions- und Lagerfläche. Der Standort in der Straße der Einheit in Falkensee umfasst ca. 135.000 qm Nutzfläche, ein vollautomatisches Hochregallager mit 49.000 Palettenplätzen, ein vollautomatisches Kistenlager, 59 Laderampen für den Wareneingang und -ausgang, einen Kippschalensorter, ein automatisches Verladesystem und 4,5 km Fördertechnik. Der Deal soll es Pelikan ermöglichen, Kapitalressourcen freizusetzen und gleichzeitig sicherzustellen, dass der Betrieb am bestehenden Standort nicht kurzfristig unterbrochen wird. All dies bleibt natürlich von der Zustimmung der PICB-Aktionäre abhängig, die auf einer in naher Zukunft einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung eingeholt werden soll. Der Deal soll im vierten Quartal 2021 abgeschlossen sein, sofern alles wie erwartet verläuft.

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