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Noch keine Normalität im Buchhandel

Der Januar bringt im Buchmarkt zwar deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat, allerdings ausgehend von einer niedrigen Basis. Denn die Buchhandlungen mussten im Januar 2021 in den meisten Bundesländern geschlossen bleiben, Umsätze und Absätze lagen damals also weit unter dem Normalniveau. Trotz der positiven Entwicklung ist das Vor-Pandemie-Level noch nicht wieder erreicht, insbesondere im Sortimentsbuchhandel vor Ort. Laut Branchen-Monitor Buch bewegen sich die Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemarkt im Januar 2022 zusammen 20,6 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Im Sortimentsbuchhandel fällt das Plus im Vergleich zum Januar 2021 noch deutlicher aus – hier hatten die Ladenschließungen im Vorjahresmonat für besonders schmerzhafte Rückgänge gesorgt. Im Vergleich zum sehr schwachen Vorjahresmonat kann der Buchhandel vor Ort ein Plus von 64,2 Prozent verbuchen. Verglichen mit dem Vor-Pandemie-Niveau im Januar 2020 ergibt sich allerdings ein deutlicher Umsatzrückgang von minus 16,1 Prozent. Auch die Bilanz bei den Warengruppen sieht verglichen mit den Umsätzen von Januar 2020 schlechter aus. Insbesondere gilt das für die Reisebücher, die fast ein Drittel des Umsatzes eingebüßt haben. Ratgeber verzeichnen ein Minus von 8,4 Prozent, das Sachbuch ein Minus von 4,9 Prozent. Dagegen können die Belletristik (plus 5,3 Prozent) und die Kinder- und Jugendbücher (plus 6,4 Prozent) im Vergleich zum Vor-Pandemie-Niveau sogar ein Plus verbuchen.

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