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Knapp 2.000 Euro werden pro Abmahnung fällig

Für 47% der Online-Händler stellen Abmahnungen eine akute Existenzbedrohung dar. Das ist eines der Ergebnisse der Umfrage “Abmahnungen im Online-Handel”, die Trusted Shops bereits in der 9. Auflage durchgeführt hat. Die Umfrage zeigt zudem, welche konkreten Maßnahmen sich Online-Händler wünschen, um den zunehmenden Missbrauch wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen einzudämmen. 40% aller Umfrageteilnehmer (945 Online-Händler) wurden bereits abgemahnt, 402 davon in den letzten zwölf Monaten. Im Schnitt wurden pro Abmahnung 1.790 Euro fällig. Am häufigsten mahnten übrigens mit 50% Mitbewerber ab. Die Studie beleuchtete aber nicht nur die aktuelle Situation. Die Teilnehmer konnten darüber hinaus Vorschläge machen, mit welchen Maßnahmen der Abmahn-Wahn eingedämmt werden kann. An erster Stelle die Forderung nach der gesetzlichen Limitierung der Anwaltskosten für Abmahnungen. Auf Platz 2 der Wunsch, dass Gerichte häufiger die Möglichkeit nutzen, missbräuchliche Abmahnungen zurückzuweisen. “Wir sind gespannt, ob das Gesetz zur Stärkung des fairen Wettbewerbs, nach dem u.a. Konkurrenten bei vielen Internet-Verstößen keine Anwaltskosten mehr geltend machen können, im nächsten Jahr spürbare Verbesserungen erkennen lässt”, so Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops. Das “Anti-Abmahn-Gesetz” hatte am 09.10.2020 nach jahrelanger Diskussion den Bundesrat passiert und tritt nun nach Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

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