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Henkel streicht 2.000 Arbeitsstellen

Der Henkel-Konzern (u. a. Pritt, Pattex, Persil, Pril, Schwarzkopf) hat im Rahmen seiner Veröffentlichung der Quartalszahlen verkündet, im Jahr 2023 weltweit rund 2.000 Stellen vorwiegend in Vertrieb und Verwaltung zu streichen. Am 28. Januar 2022 hatte Henkel bekannt gegeben, die Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in einen neuen, integrierten Unternehmensbereich Henkel Consumer Brands zusammenzuführen. Mit der Integration in einen Unternehmensbereich sollen mittelfristig signifikante Brutto-Einsparungen (vor Reinvestitionen) mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Mio. Euro realisiert werden. “Diese Synergien werden sich vor allem aus der Optimierung von Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen sowie in der Supply Chain (Produktion und Logistik) und bei Werbung und Marketing ergeben. Die Umsetzung wird hierbei in zwei Phasen erfolgen. In der ersten Phase werden bis Ende des Jahres 2023 Maßnahmen umgesetzt, die auf jährlicher Basis zu Netto-Einsparungen in Höhe von rund 250 Mio. Euro führen sollen. Aus heutiger Sicht werden dabei weltweit rund 2.000 Stellen, vorwiegend in Vertrieb und Verwaltung, betroffen sein”, heißt es vom Unternehmen. Inwieweit der Unternehmenssitz in Düsseldorf betroffen sein wird, wurde nicht verkündet.
Henkel hat im ersten Quartal den Konzernumsatz auf rund 5,3 Mrd. Euro gesteigert. Das deutliche organische Umsatzwachstum von +7,1 % war vor allem durch eine sehr starke Preisentwicklung getrieben, bei gleichzeitig leicht rückläufigem Volumen. Nominal betrachtet betrug der Umsatzzuwachs +6,1 %. Das Umsatzwachstum im ersten Quartal war vor allem durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologies getragen, der einen zweistelligen organischen Anstieg von +10,7 % erreichte. Hier erzielten alle Geschäftsfelder organische Umsatzzuwächse. Henkel teilte außerdem mit: “Die außerordentlich angespannte Situation an den Rohstoffmärkten und in den globalen Lieferketten hat sich durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft. In der Folge haben sich die Preise für direkte Materialien und Logistik noch einmal deutlich und stärker als bisher angenommen erhöht. Zudem hatte Henkel Mitte April bekannt gegeben, seine Geschäftsaktivitäten in Russland aufzugeben. Außerdem haben wir beschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Belarus ebenfalls einzustellen. Hiervon ist ein Jahresumsatz von insgesamt rund 1 Mrd Euro betroffen.” Henkel erwartet nun auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von +3,5 bis +5,5 % (vorher: +2,0 bis +4,0 %).

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