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Großer Nachholbedarf beim Thema “Digitale Schulen”

Ganz Deutschland diskutiert derzeit über digitalen oder hybriden Schulunterricht – währenddessen ist die digitale Infrastruktur an vielen Schulen noch gar nicht dafür ausgerichtet. Das Trendence Institut hat dazu enstprechende Daten erhoben: zum einen aktuelle Daten im Rahmen einer Umfrage mit 400 Schülern, und zum anderen aus dem Trendence Schülerbarometer, der im Februar erhoben wurde, für den 22.000 Schüler befragt wurden. Das Ergebnis des Corona HR Monitors: Zwei Drittel der Schüler bemängeln technische Ausstattung ihrer Unterrichtsräume. Weitere 65 % finden, dass der Wissensstand ihrer Lehrer verbesserungsfähig sei und aus der Sicht von 52 % mangelt es derzeit noch zu sehr an digitalem Unterrichtsmaterial. Zudem nutzte nicht einmal jeder dritte Abiturient 2020 in seiner Schulzeit einen Laptop im Unterricht. Es besteht also in Deutschland noch gehöriger Nachholbedarf, was Ausstattung und Know-how der Lehrkräfte betrifft. “Unsere Zahlen zeigen, dass Initiativen wie der DigitalPakt, über den der Bund den Bundesländern 5 Milliarden Fördergelder für die Digitalisierung der Schulen in Aussicht stellt, dringend notwendig sind. Denn wenn es wirklich eine Ausbildung der Schüler geben soll, die auf virtuellem Unterricht und digitalen Lernmethoden basiert, dann ist die Infrastruktur dafür derzeit nicht gegeben. Das belegt unsere Studie jedenfalls deutlich”, so Robindro Ullah, Geschäftsführer von Trendence. Die mit Abstand am meisten eingesetzten digitalen Geräte im derzeitigen Unterricht waren zu Beginn des Jahres Beamer, die aber vor allem in Gymnasien mit einem Anteil von 73% betrieben werden, während sie in Hauptschulen nur in 38% der Schulen zum Unterricht gehören. Häufiger genutzt wird in allen Schulen indes das Smartphone. Dieses wird unterrichtsbezogen derzeit von 57% der Schüler je nach Lernsituation genutzt – 4% häufiger als noch im Jahr 2019. Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass vor allem die Schulen in Schleswig-Holstein digital besser aufgestellt sind als in anderen Bundesländern. So stieg hier der Anteil der Bildungsträger mit W-LAN-Zugang von 30% auf den regionalen Höchstwert von 51%. Zum Vergleich: Netzwerk-Schlusslicht ist Sachsen mit einem Anteil von 19%.

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