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Erneuter Lockdown im Handel – auch PBS-Handel betroffen

Nach weniger als einer Stunde waren sich Bundesregierung und Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten diesmal einig: Der weitgehend unwirksame Lockdown-Light der letzten Wochen hat ausgedient, wichtige Zeit wurde vertan. Deshalb kommen jetzt ab Mittwoch dieser Woche (16.12.2020) neue und weitreichende Corona-Maßnahmen für Deutschland zum Tragen – und dies nur eine Woche vor Weihnachten. Diese sollen zunächst bis zum 10.01.2021 gelten. Fünf Tage vorher, am 05.01.2021, wollen Bund und Länder erneut zusammenkommen, um über Erfolg und Misserfolg der Maßnahmen zu beraten. Der Einzelhandel in Deutschland muss größtenteils schließen. Doch es gibt Ausnahmen: Wochenmärkte und Direktvermarkter für Lebensmittel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkaufsläden, Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und der Großhandel dürfen geöffnet bleiben. Mit Ausnahme von Postdienstleistungen oder dem Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften ist damit auch wieder der PBS-Handel von den Schließungen betroffen, müssen Mitarbeiter voraussichtlich in Kurzarbeit geschickt werden. Der HBS hat deshalb schon am Freitag vergangener Woche eine Info versandt, in der Geschäftsführer Christian Haeser auf die wichtigsten Regelungen hingewiesen hat. Kommt es zu Kurzarbeit wegen großer Umsatzeinbrüche, erstattet die Bundesagentur für Arbeit 60 % des Entgeltausfalls als Kurzarbeitergeld. Ausnahme: Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, erhöht sich das Kurzarbeitergeld auf 67 % des ausgefallenen Netto-Entgelts. Ab dem 4. Bezugsmonat wird das Kurzarbeitergeld auf 70 % (beziehungsweise 77 % für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat auf 80 % (beziehungsweise 87 %) erhöht. Voraussetzung für den Erhalt des erhöhten Kurzarbeitergeldes ist ein Arbeitsausfall von mindestens 50 % im jeweiligen Bezugsmonat. Seitens der Bundesregierung wurde die Kurzarbeitergeldregelung bis Ende 2021 verlängert.

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