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EK-Servicegroup appelliert an Bundeswirtschaftsminister Altmaier

Nachdem die Politik bei der letzten Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen hatte, den Lockdown zu verlängern und damit auch den nicht systemrelevanten Einzelhandel weiterhin geschlossen zu halten, hat sich die EK-Servicegroup direkt an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gewandt und ihre Sicht der Dinge dargelegt. Darin heißt es: “Selbstverständlich sind wir enttäuscht von Beschlüssen, die nicht auf einer differenzierten Bewertung der tatsächlichen Gefahrenherde basieren, sondern vorrangig bestehende Maßnahmen verlängern. Dieses Vorgehen drängt den stationären Fachhandel aus dem Wettbewerb. Die Konsequenz sind vernichtete Existenzen, der Niedergang von Geschäften, die teilweise über Generationen aufgebaut wurden und Innenstädte, die von Filialisten überrollt werden und jeden Charme verlieren. Niemand kann das wollen.” Und als Beleg werden Großflächen-Supermärkte, Discounter oder Drogeriemärkte angeführt, die auch in der Pandemie ein komplettes Sortiment von Elektrogeräten bis Haushalts- und Schreibwaren anbieten dürfen. “Warum also bleiben Discounter und Drogerien geöffnet, der inhabergeführte Fachhandel jedoch nicht?”, so die berechtigte Frage der EK-Vorstände an Altmaier. “Deshalb ist es jetzt höchste Zeit, die Strategien zu überarbeiten. Mit einer Politik des ´Weiter so´ und der nicht ausreichenden Unterstützung sind wir nicht einverstanden. Wir fordern ein klareres und differenzierteres Öffnungsszenario sowie weitere und gerechte Ausgleichszahlungen für den Fachhandel.” Bleibt abzuwarten, ob und wie die Politik reagiert.

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