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Dr. Manfred Lamy verstorben

Dr. Manfred Lamy, Sohn des Gründers des Schreibgerätespezialisten Lamy, ist am Sonntag vor einer Woche im Alter von 84 Jahren verstorben. 1962, mit gerade einmal 26 Jahren, trat er in den väterlichen Betrieb ein. Schreibgeräte war auch damals schon das Thema. Was aber fehlte war ein “eigenständiges, durchgängiges Design”, wie er es einmal ausdrückte. Sein Ziel der ersten Jahre war es deshalb, die Marke neu zu positionieren – immer vom Bauhaus-Gedanken begleitet. Mit dem Lamy 2000 revolutionierte er 1966 den Schreibgerätemarkt und legte den Grundstein für die bis heute gültige Unternehmensphilosophie. Über vier Jahrzehnte prägte Lamy, der 1973 die alleinige Geschäftsführung übernahm, das Heidelberger Unternehmen und machte es zu einem der bedeutendsten Markenartikler im Schreibgerätebereich. 2008 wurde Dr. Manfred Lamy für seine Leistung vom Rat für Formgebung mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Besonderen Wert legte Lamy stets auf die hohe Fertigungstiefe. Rund 96 % aller Teile werden in Heidelberg hergestellt. Aber nicht nur in Deutschland ist Lamy damit erfolgreich unterwegs. Vor allem in Asien sind die Schreibgeräte stark gefragt. Dr. Manfred Lamys Engagement gehörte neben seinem Unternehmen auch seiner Heimatstadt Heidelberg. Hier saß er insgesamt 22 Jahre lang im Gemeinderat.

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