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Büromöbel als Wachstumstreiber

Trotz der widrigen Umstände 2021 blickt der Möbelhandel auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Dennoch ist die Entwicklung in den einzelnen Warengruppen völlig heterogen, berichtet aktuell der Handelsverband Wohnen und Büro (HWB). Der Büromöbel- und der Küchenmarkt gehen als Wachstumstreiber aus der Krise hervor, wohingegen der Matratzen- und Gartenmöbelbereich Verluste hinnehmen musste. Der Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandel hat im Jahr 2021 den Umsatz des Vorjahres um rund 2 % übertroffen und wird aller Voraussicht nach mit rund 33,8 Mrd. Euro Jahresbruttoumsatz weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Dies ergibt sich aus Hochrechnungen auf Basis der ersten zehn Monate 2021 nach Werten des BVDM in Abstimmung mit dem IFH Köln. 2022 wird der Möbelhandel Störfaktoren wie das weitere Pandemiegeschehen, Inflation, Lieferengpässe sowie erwartete Verschiebungen bei Konsum-ausgaben in andere Bereiche wie Tourismus zu bewerkstelligen haben. Die Umsatzentwicklung zeigte sich im Küchenhandel sowie im Büromöbelsektor im Jahresverlauf durchgehend positiv. Bei Büromöbeln konnte das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr um 10 % gesteigert werden. Der erlebte Home-Office-Trend 2020 war keine zeitweilige Erscheinung, sondern festigte sich 2021 als eine Standardkomponente im Arbeitsleben. Büromöbel, die sich in den vorhandenen Wohnraum integrieren lassen und flexibel nach ergonomischen Gesichtspunkten einsetzbar sind, waren dementsprechend stark gefragt. Der Onlinehandel im Möbelbereich liegt weiterhin bei rund 15 bis 20 %. Mit einer wesentlichen Steigerung rechnet der HWB nicht, da das haptische Erleben der Produkte im Fachhandel nach wie vor vom Kunden gewünscht wird bzw. die individuelle Anfertigung eines Produkts den persönlichen Kontakt vor Ort nicht ersetzt.

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