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Briefumschlagindustrie weist Forderung nach schärferen Werberegeln zurück

Die im Verband der europäischen Briefumschlagindustrie (FEPE) zusammengeschlossenen Unternehmen sehen die Werbefreiheit zunehmend gefährdet. Grund ist eine Forderung der Aktionsgemeinschaft “Letzte Werbung” und der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die in Deutschland bewährte Opt-out-Regelung durch eine strikte Opt-in-Regelung zu ersetzen. Dies würde bedeuten, dass unadressierte Werbung nur noch zugestellt werden darf, wenn der Briefkasten mit einem Aufkleber “Werbung – ja bitte” versehen ist. Die Systemumstellung könnte nach Einschätzung der FEPE Tausende von Arbeitsplätzen in der Druck- und Webeindustrie kosten. Werbung werde immer häufiger zum Feindbild, kritisiert der Verband. Dabei sei Werbung ein Kernelement des marktwirtschaftlichen Systems. Zudem stehe es bereits heute jedem Verbraucher frei, durch einen entsprechenden Aufkleber unerwünschte Werbung aus seinem Briefkasten zu verbannen. Von diesem Recht machen auch rund 30 % der Verbraucher Gebrauch. In der Briefumschlagindustrie stünden durch ein konsequentes Opt-in rund 2 Mrd. Werbehüllen zur Disposition, so der Verband. Die FEPE werde sich im Schulterschluss mit anderen Verbänden mit allen Mitteln gegen einen Opt-in-Systemwechsel wehren.

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