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Auswirkungen der Pandemie auf den Konsum

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf Werbung, Konsum und Kaufkraft? Was sind kurzfristige Effekte? Welche Veränderungen bleiben? Diese Fragen beantwortet der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. mit seiner aktuellen Trendstudie 2021. Die Corona-Pandemie hat deutlichen Einfluss auf die Einstellung zur Werbung und auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher. Dabei hat sich die Ausgabebereitschaft stärker verändert als ursprünglich erwartet. Im Juli 2020 sind zwei Drittel der Befragten davon ausgegangen, dass sich ihr Einkaufsverhalten nicht verändern würde. 24 % haben angekündigt, sich auf das Nötigste beschränken zu wollen und 10 % der Befragten wollten in den Folgemonaten mehr einkaufen als zuvor. Ein Jahr später zeigt sich, dass 29 % der Befragten nur das Nötigste gekauft haben und 21 % haben dagegen mehr eingekauft als vorher. Die Bereitschaft, mehr auszugeben, wurde im Juli 2020 unter dem Eindruck des ersten Lockdowns also deutlich unterschätzt. Bei jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren sind die Veränderungen des Einkaufsverhaltens besonders groß: Lediglich 38 % geben im Juli 2021 an, nichts verändert zu haben. 27 % haben sich auf das Nötigste beschränkt, 34 % haben jedoch mehr eingekauft und damit auch corona-bedingte Einschränkungen an anderer Stelle kompensiert. Ähnlich verhält es sich mit der Kaufkraft: 30 % haben weniger Geld zur freien Verfügung (gesamt: 26 %), 18 % verfügen jedoch über mehr Geld für Einkäufe (gesamt: 12 %). Timo Lütten (DATA Alliance (Gruner + Jahr Deutschland GmbH)), Leiter der OVK-Unit Umfeldqualität & Werbewirkung im BVDW betont: “Das Stöbern in Online-Shops ist für alle Altersgruppen aber vor allem für die Digital Natives eine Alternative zum Schaufensterbummel. Für die 16-29-Jährigen ist Online-Shopping dabei sowohl Entschädigung für all die Dinge, die gerade nicht möglich sind, als auch Zeitvertreib. Und das Bedürfnis, sich nach den Monaten des Verzichts etwas zu gönnen, ist bei jungen Menschen am stärksten ausgeprägt.”

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