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Amazon leistet in den USA Entschädigungsleistungen

Die Financial Times hat aktuell berichtet, dass Amazon ab September 2021 Entschädigungszahlungen an Kunden leisten wird, die durch Produkte von unabhängigen Verkäufern geschädigt wurden. Mehr als die Hälfte aller auf Amazon verkauften Produkte stammt von solchen Dritthändlern. Amazon übernimmt bei diesen meist das Fulfillment, also die gesamte Auftragsabwicklung bis zur Auslieferung. Die Sicherheitsprüfung der Produkte war bislang nicht Gegenstand des Fulfillments. Die Verbraucherschutzbehörde CPSC (Consumer Product Safety Commission) hatte Amazon im Juli aufgefordert, die Verantwortung und damit auch die Haftung für Artikel zu übernehmen, bei denen die Gefahr “schwerer Verletzungen oder des Todes” bestehe. Die aufgeführten Beispiele der CPSC waren gefährliche Haartrockner, leicht entflammbare Schlafbekleidung für Kleinkinder und der Verkauf von nicht zulässigen Feuermeldern. Die Reaktionen von Amazon seien bisher nicht ausreichend, so die Behörde in ihrer Beschwerde. Amazon wird nun in den USA für Personen- und Sachschäden, die von solchen Produkten stammen, Entschädigungen von bis zu 1.000 Dollar zahlen. Über diese Summe hinausgehende berechtigte Schäden sollen auch übernommen werden, wenn der Verkäufer selbst nicht reagiert. Vermutlich wird Amazon auch in anderen Ländern, z. B. in Deutschland, diese Regelung umsetzen müssen. Bisher gilt in Deutschland das sogenannte Produkthaftungsgesetz, das dem Inverkehrbringer eines Produktes die Haftung dafür auferlegt.

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